Paragraph 1 Absatz 4

 (4) Die Amtszeit der Kirchenvorstände beträgt sechs Jahre. Sie beginnt am 1. Juni des Wahljahres. 3Das Landeskirchenamt setzt den Wahltag fest.

21 Kommentare

  1. Hier würde ich für eine Dauer von 4 Jahren im Amt plädieren!!! Das würde es deutlich vereinfachen, genügend KandidatInnen zu finden. Sechs Jahre sind ein sehr langer Zeitraum, der sehr viele von vornherein abschreckte.

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    • Ich halte die Amtszeit von 6 Jahren für zu lang. Junge Leute werden durch diese Periode unter Umständen abgeschreckt und auch bei der heutigen Dynamik des Lebens, Veränderung des Umfeldes, des Arbeitsplatzes ist für viele ein Zeitraum von 6 Jahren nicht planbar. Somit würde eine kürzere Periode v. 4 Jahre das Thema entschärfen.

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      • Lange habe ich auf den Tag gewartet, an dem dieser Punkt endlich zur Diskussion steht, vielleicht ist es sogar der wichtigste am ganzen KV-Gesetz. Viele Gemeinden können kaum noch genügend BewerberInnen finden, um die notwendigen Plätze zu besetzen. Ich kenne eine Reihe von Beispielen, bei denen wirklich fähige und interessierte KandidatInnen ausschließlich durch die 6-Jahres-Amtszeit abgeschreckt worden sind und sogar ihre fertigen Bewerbungen wieder zurückgezogen haben. Dies gilt für Menschen im Seniorenalter („Wer weiß, wie lange ich noch fit bin?“), für Berufstätige („Auf so lange Zeit kann ich das meiner Familie nicht zumuten“) und besonders Jüngere („Ich weiß ja nicht einmal, was ich in einem Jahr arbeiten werde und ob ich dann noch hier wohne!“).

        In anderen Bereichen reden wir längst schon davon, dass Menschen heutzutage lieber „projektorientiert angesprochen werden möchten, als sich langfristig zu binden“. Das muss bei einem solchen verpflichtenden Amt besonders gelten. Auch für „ErstbewerberInnen“ wäre so die Hürde niedriger, um einfach mal „reinzuschnuppern“ und danach vielleicht dabei zu bleiben.

        In meinen Augen sind selbst 4 Jahre noch viel zu lang. Als gesellschaftlichem Richtwert sollte man sich hier am „normalen“ Vereinswesen orientieren, mit dem wir ja um die Ehrenamtlichen konkurrieren. Dort werden Vorstands-Ämter in der Regel für 1-2 Jahre besetzt – und selbst das ist heutzutage bereits eine Zumutung für viele.

        Ich plädiere daher eindeutig für eine Amtszeit von ZWEI Jahren, wenn wir möchten, dass es künftig überhaupt noch Kandidaturen gibt. Natürlich wird der Aufwand höher, weil dann öfter gewählt werden muss. Aber erstens ist das in anderen Vereinen ja nicht anders – und zweitens scheint mir dies das deutlich geringere Übel zu sein.

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        • Es wird immer schwieriger geeignete Kandidaten*innen zu finden. Bei der letzten Wahl hörte man immer wieder, sechs Jahre, nein so lange möchte ich mich nicht binden. Vier Jahre ist eine gute Zeit, die sich viele vorstellen können. Ich bin übrigens jetzt die dritte Periode dabei…

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          • Ich kann mich nur anschließen, aus den Erfahrungen der letzten 3 KV-Wahlen, waren viele von der langen Laufzeit abgeschreckt.

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            • Eine Verkürzung auf vier Jahre halte ich für nicht sinnvoll. Menschen, die bereit sind sich zu engagieren werden dies auch für sechs Jahre tun. Kürzere Perioden bedeuten aber auch häufigere Wahlen, Suche nach Kandidaten und Wechsel im KV. All dies erschwert die Arbeit der Pastoren und der amtierenden Kirchenvorstände und führt zu einem höheren Verwaltungsaufwand. Daher unterstütze ich die Beibehaltung der momentanen Frist von sechs Jahren.

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              • Sechs Jahre Amtszeit halte ich nicht mehr für zeitgemäß. Viele Menschen möchten sich nicht mehr über so eine lange Zeit binden. Ich halte drei, max. vier Jahre für gut machbar. Bei vier Jahren Amtszeit wäre auch denkbar, dass alle zwei Jahre die Hälfte des Kirchenvorstands neu gewählt wird. Das geht natürlich nur, wenn die Wahlen unaufwendig gestaltet werden.

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                • Vielleicht wäre auch ein Modell interessant, bei dem man Mandatszeit und Wahlrhythmus unterschiedlich gestaltet, z.B. könnte es alle 4 Jahre Wahlen geben. Die gewählten Kirchenvorstandsmitglieder bekämen dennoch ein Mandat für 8 Jahre, könnten ihr Amt aber auch nach 4 Jahren wieder zur Verfügung stellen. Das würde die Situation vor allem für neue KV-Kandidat*innen sehr verbessern.

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                    • EIn Mandat für 8 Jahre und eine Wahlperiode von 4 Jahren sehe ich als einen sehr guten Kompromiss an.

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                      • Oder es wird alle 3 Jahre gewählt und die bewährten 6 Jahre sind dann das Mandat.

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                          • Wahlen alle drei Jahre durchzuführen mit einem Mandat für sechs Jahre und der Option, nach drei Jahren das Mandat ordentlich abgeben zu können, fände ich auch sehr sinnvoll.

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                        • Angesichts des Aufwandes, den man für eine KV-Wahl betreiben muss, würde ich prinzipiell an den sechs Jahren Amtszeit festhalten. Aber vielleicht wäre für Einsteiger*innen, besonders für junge Erwachsene eine Erprobungszeit von zwei bis drei Jahren interessant, ohne dass damit eine aufwändige Nachwahl verbunden wäre. Wenn man fester etabliert ist in Beruf und Familie kann man sich schon eher einmal auf so eine lange Zeit festlegen. Ich bin jetzt in meiner dritten Amtsperiode und weiß, wovon ich spreche. Allerdings, da muss ich Nico Lühmann und anderen zustimmen, sind sechs Jahre für viele oft abschreckend.

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                            • Bei der Festlegung der Amtszeit stehen die Wünsche nach Kontinuität für längere Zeiten und die Wünsche von Flexibilität und überschaubarer Amtszeit gegenüber.
                              Beides lässt sich erreichen indem darauf verzichtet wird, einen kompletten Kirchenvorstand zu einem Zeitpunkt zu wählen.
                              Es wäre möglich, alle 2 (oder 3) Jahre zu wählen und eine Amtszeit von 4 (oder 6) Jahren anzulegen.
                              Idealerweise wird so alle 2 (oder 3) Jahre die eine Hälfte des Kirchenvorstandes zur Wahl gestellt, während die andere Hälfte für Kontinuität sorgt.
                              Zu der langen Amtszeit käme andernfalls nämlich noch die Schwierigkeit, dass eine Person nur alle 6 Jahre kandidieren kann. Im schlechtesten Fall müsste ein*e Kandidat*in 6 Jahre warten und sich dann 6 Jahre binden – also 12 Jahre. Das halte ich für viel zu lang.
                              Eine Wahl alle 2 Jahre halte ich für leistbar – wir haben keine jährliche Jahreshauptversammlung und sind somit halb so schnell wie eingetragene Vereine.
                              Eine Vereinfachung des Wahlprozesses wäre sicherlich wünschenswert, ich rechne aber auch damit, dass eine Erleichterung dadurch eintreten wird, dass sich noch einige Mitglieder besser erinnern können, weil die letzte Wahl eben 2 und nicht 6 Jahre her ist.

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                                • Hallo Herr Habeck,

                                  die Jahreshauptversammlung gibt es auch, sie heißt „Gemeindeversammlung“ und ist in den §§ 73ff KGO geregelt.

                                  Herzliche Grüße

                                  Dr. Th. Tauro

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                              • Ich bin ebenfalls der Meinung, dass 4 Jahre Amtszeit am besten sind. Damit spricht man auch die „Jüngeren“ an.
                                Jemand der gerade studiert oder seine Ausbildung macht kann nicht zu 100% sagen, dass er in 6 Jahren noch immer in der Gemeinde ist.
                                4 Jahr sind da schon eher wahrscheinlich und schrecken nicht so ab.

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                                • Gemessen an dem enormen Aufwand für die Wahl, halte ich 6 Jahre für sinnvoll.

                                  Es ist doch niemand gezwungen 6 Jahre im KV zu bleiben, dieses kann der aktuelle KV oder Pastor*in in einem persönlichen Gespräch kommunizieren, ein Rücktritt ist jederzeit möglich und durch die Veränderung der Berufungen bzw. dem Nachrücken kann jederzeit jemand nachberufen werden.

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                                  • 6 Jahre Amtszeit ist schon sehr lange – ich musste auch erst schlucken, als ich 2018 für 6 Jahre berufen werden sollte, habe dann zugesagt, auch, weil weder berufliche noch private Veränderungen absehbar sind. Bei vielen jüngeren Menschen sieht das sicherlich oftmals anders aus. Berufsfindung, Karriereplanung mit/ohne Umzug, familiäre Veränderungen etc. hindern viele bestimmt, sich einer solch langen Amtszeit zu verpflichten. Ich plädiere daher auch für eine verkürzte Amtsdauer von max. 4 Jahren – dann wird es leichter, mehr (und auch jüngere) Kandidaten als KV-Sitze zu finden. Es ist doch momentan leider so, dass die Altersklassen U40, U30, U20 in den allermeisten Kirchenvorständen zumindest unterrepräsentiert sind.

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                                    • Ich bin sehr froh, dass ich an dieser Stelle meine Meinung zu dem Thema mitteilen kann. Ich bin gewähltes Mitglied des Kirchenvorstandes, und ich habe mich sehr schwer getan, zu kandidieren. Hauptsächlich wegen der langen Amtszeit. Viele Menschen in verschiedenen Lebenssituationen können eine Zeit von 6 Jahren nur schwer abschätzen: die Jungen, die nicht wissen, ob sie in der Zwischenzeit eine Familie gründen wollen, die Berufstätigen, die nicht wissen, ob ein Jobwechsel ggf. nicht mehr mit einem Ehrenamt vereinbar ist, die Ruheständler, die sich keine 6 Jahre mehr zutrauen. All diese Beweggründe finde ich absolut richtig. Eine Amtszeit kürzer drei Jahre macht keinen Sinn, da so ein Gremium auch kontinuierlich arbeiten muss, aber länger als 4 Jahre ist definitiv zu lang. Ich versuche seit langem, Leute für das Amt zu motivieren, aber alle schrecken vor der langen Zeit zurück.

                                      • Funktion/Gremium: Kirchenvorstand
                                      Antworten
                                    • Wir plädieren dafür, die bereits geltende Amtszeit von sechs Jahren beizubehalten, da die Einarbeitung in den Kirchenvorstand einen langen Zeitraum einnimmt und die Zeit um gut zu arbeiten bei vier Jahren zu kurz ist.
                                      Wir fordern eine Verknüpfung mit dem §23 um nachträglich auch junge Menschen wieder zu berufen, damit möglichst immer junge Menschen im KV vertreten sind. Denn gemäß §1 Abs. 3 soll die Mitwirkung junger Menschen im KV gefördert werden.

                                      (Gruppe der Landesjugendkammer)

                                      • Funktion/Gremium: Landesjugendkammer
                                      Antworten
                                    • Ich halte die Amtszeit von 6 Jahren für den Kirchenvorstand für zu lang. Gerade jüngere Menschen, die wir gerne in den Kirchenvorständen hätten, können im Rahmen ihrer schulischen und beruflichen Entwicklung einen so langen Zeitraum schlecht überblicken.
                                      Aber auch für ältere sind die 6 Jahre zu lang. Ich bin nach Ausscheiden aus dem Berufsleben mit 61 Jahren in den Kirchenvorstand berufen worden, weil es zu wenig Kandidaten gab. Ich werde diese Amtszeit bis 2024 ausfüllen. Mit dann 67 Jahren werde ich aber nicht mehr bereit sein, mich für weitere 6 Jahre zu binden. Würde die Amtszeit 4 Jahre betragen, wäre ich auch für zwei Amtszeiten bereit.
                                      Das Gegenargument, der Aufwand wäre zu groß, kann ich nicht akzeptieren. Auch alle politischen Wahlen sind fast ausschließlich auf eine Amtszeit von 4 Jahren ausgelegt. Wir sollten aber die Verantwortlichen für die Überarbeitung des Kirchenvorstands-Bildungsgesetzes fragen, ob das eigentliche Wahlverfahren trotz einer deutlichen Reduzierung der Paragraphen nicht immer noch zu kompliziert ist.

                                      • Funktion/Gremium: Kirchenvorstandsvorsitzender
                                      Antworten
                                    • Auch ich halte diesen Punkt für sehr zentral in der Neufassung des Gesetzes. Eine Amtszeit von 6 Jahren erschwert auch meiner Erfahrung nach die Suche nach Kandidat*innen ungemein. Eine Reduzierung auf 4 Jahre oder eine „Teil-Wahl“ alle zwei Jahre wäre allerdings nur dann machbar, wenn das Verfahren vereinfacht und die ganze KV-Wahl von der Landeskirche nicht wie eine riesengroße „Staatsangelegenheit“ zelebriert würde. Es geht um eine Leitungsaufgabe auf örtlicher Ebene, nicht um die Wahl einer Bundesregierung. Da könnte man die Kirche auch verfahrenstechnisch im Dorf lassen und mit einem schlanken Verfahren (z.B. auch online oder per Briefwahl) stärker lokal verorten.

                                      • Funktion/Gremium: Pastor
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