Paragraph 2 Absatz 4

(4) Ehegatten, Lebenspartnerinnen, Lebenspartner, Geschwister, Eltern und deren Kinder dürfen nicht gleichzeitig Mitglieder desselben Kirchenvorstandes sein.

7 Kommentare

  1. Evtl. sollte man darüber nachdenken, dass neben den eigenen Kindern auch deren Lebenspartner*innen nicht gleichzeitig mit einem selbst im Kirchenvorstand sein dürfen. Also angeheiratete Personen ebenfalls als Familie zählen und nicht gleichzeitig im Kirchenvorstand sein dürfen. Also der Lebenspartner*in des Kindes darf nicht gleichzeitig mit einem Elternteil im Kirchenvorstand sein.

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  2. Diesen Passus halte ich in der vorliegenden Form für problematisch. Sollten sich also zwei Personen eines Kirchenvorstandes in den 6 Jahren persönlich näherkommen, müsste eine aus dem Kirchenvorstand ausscheiden, obwohl dies eine Schwächung des Kirchenvorstandes zur Folge haben könnte? Dieser Punkt ist so zu steif. Gegenfrage, wie ist es mit Pastoren, bei denen sich ein Ehepaar die Stelle teilt.

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  3. @Christian Thiele: Dieser Fall wird in § 22 Abs. 1 geregelt: „… Das nachträgliche Eintreten eines Hinderungsgrundes nach § 2 Absatz 4 führt nicht zum Verlust der Mitgliedschaft.“

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  4. Dieser Passus erscheint mir nicht mehr zeitgemäß. Sippenhaft gibt es nicht mehr und die Wahlen sind schließlich demokratisch, so dass die Wähler*innen entscheiden, wer – und warum nicht auch wieviele – aus welcher Familie gewählt werden sollen.

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  5. Die Regelung ist vor allem bei kleinen Kirchenvorständen sinnvoll, um zu vermeiden, dass eine Familie ein zu großes Gewicht im KV bekommt. Entscheidungen sollen nach den Interessen der Kirchengemeinde und nicht mit Rücksicht auf familiäre Bindungen getroffen werden. Bei großen Gremien mit 10 oder mehr Mitgliedern ist es aber weniger problematisch, wenn darunter Verwandte sind. Dieses Verbot sollte einschränkender formuliert werden, denn die Suche nach Kandidaten ist so schon schwer genug.

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  6. Ich teile die Meinungen von Jörg Müller und Jürgen Drechsler.
    Meiner Erfahrung nach ist es fast schon familienabhängig, ob sich jemand für „Kirche“ interessiert oder nicht.
    Ich sehe es als unfair an, wenn man nicht in den KV darf, nur weil ein anderer aus der Familie da schon drin ist. Würde man sich dadurch nicht schlecht fühlen nach dem Motto: „Er darf, aber ich nicht. Ich möchte mich doch genauso gern in der Kirche engagieren…“

    In kleinen KV´s sollte man vielleicht ein kleines Auge drauf haben,aber im großen und ganzen finde ich es nicht richtig.

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    • Was in der Politik möglich ist (Familienmitglieder gemeinsam im Samt/gemeinderat), sollte auch in der Kirche gelten. Es wird gewählt und den Gemeindemitgliedern muss man zutrauen, solche Aspekte zu berücksichtigen.

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