Paragraph 2 Absatz 4

(4) Ehegatten, Lebenspartnerinnen, Lebenspartner, Geschwister, Eltern und deren Kinder dürfen nicht gleichzeitig Mitglieder desselben Kirchenvorstandes sein.

12 Kommentare

  1. Evtl. sollte man darüber nachdenken, dass neben den eigenen Kindern auch deren Lebenspartner*innen nicht gleichzeitig mit einem selbst im Kirchenvorstand sein dürfen. Also angeheiratete Personen ebenfalls als Familie zählen und nicht gleichzeitig im Kirchenvorstand sein dürfen. Also der Lebenspartner*in des Kindes darf nicht gleichzeitig mit einem Elternteil im Kirchenvorstand sein.

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    • Diesen Passus halte ich in der vorliegenden Form für problematisch. Sollten sich also zwei Personen eines Kirchenvorstandes in den 6 Jahren persönlich näherkommen, müsste eine aus dem Kirchenvorstand ausscheiden, obwohl dies eine Schwächung des Kirchenvorstandes zur Folge haben könnte? Dieser Punkt ist so zu steif. Gegenfrage, wie ist es mit Pastoren, bei denen sich ein Ehepaar die Stelle teilt.

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      • @Christian Thiele: Dieser Fall wird in § 22 Abs. 1 geregelt: „… Das nachträgliche Eintreten eines Hinderungsgrundes nach § 2 Absatz 4 führt nicht zum Verlust der Mitgliedschaft.“

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        • Dieser Passus erscheint mir nicht mehr zeitgemäß. Sippenhaft gibt es nicht mehr und die Wahlen sind schließlich demokratisch, so dass die Wähler*innen entscheiden, wer – und warum nicht auch wieviele – aus welcher Familie gewählt werden sollen.

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          • Die Regelung ist vor allem bei kleinen Kirchenvorständen sinnvoll, um zu vermeiden, dass eine Familie ein zu großes Gewicht im KV bekommt. Entscheidungen sollen nach den Interessen der Kirchengemeinde und nicht mit Rücksicht auf familiäre Bindungen getroffen werden. Bei großen Gremien mit 10 oder mehr Mitgliedern ist es aber weniger problematisch, wenn darunter Verwandte sind. Dieses Verbot sollte einschränkender formuliert werden, denn die Suche nach Kandidaten ist so schon schwer genug.

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            • Ich teile die Meinungen von Jörg Müller und Jürgen Drechsler.
              Meiner Erfahrung nach ist es fast schon familienabhängig, ob sich jemand für „Kirche“ interessiert oder nicht.
              Ich sehe es als unfair an, wenn man nicht in den KV darf, nur weil ein anderer aus der Familie da schon drin ist. Würde man sich dadurch nicht schlecht fühlen nach dem Motto: „Er darf, aber ich nicht. Ich möchte mich doch genauso gern in der Kirche engagieren…“

              In kleinen KV´s sollte man vielleicht ein kleines Auge drauf haben,aber im großen und ganzen finde ich es nicht richtig.

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                • Was in der Politik möglich ist (Familienmitglieder gemeinsam im Samt/gemeinderat), sollte auch in der Kirche gelten. Es wird gewählt und den Gemeindemitgliedern muss man zutrauen, solche Aspekte zu berücksichtigen.

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                • Ich meine auch, dass diese Regelung kontraproduktiv ist. Jedes KV Mitglied wird frei gewählt, daher entsteht auch kein Ungleichgewicht. Durch so eine Regelung können Ressourcen in der Gemeinde verloren gehen.

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                  • Hier sollte im Interesse einer ausreichenden Zahl an Interessierten für die Arbeit im KV über eine Änderung nachgedacht werden.

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                    • Mit Verlaub, ich finde es diskriminierend. Ich werde auf Grund eines Verwandtschaftsverhältnisses von der passiven Wahl ausgeschlossen. Geht das mit dem Antidiskriminierungsgesetz konform?
                      Vorschlag: Die Wahl von Verwandten von der Größe eines Kirchenvorstandes abhängig machen.
                      Alternative: ein Teil des Kirchenvorstandes wird bestimmt. Hier kann der Kirchenvorstand entscheiden, ob er Verwandte in den Vorstand aufnimmt.

                      • Funktion/Gremium: Aktives Gemeindemitglied
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                    • Es sollte egal sein, in welchem verwandtschaftlichen Verhältnis man zu den anderen Mitgliedern des Kirchenvorstandes steht. Ein Kirchenvorstand wird gewählt. Wenn es wenige Bewerber gibt, und viele kommen aus einer engagierten Familie: was soll daran schlecht sein? Die sog. „Vetternwirtschaft“ kann es auch unter engen Freunden geben.

                      • Funktion/Gremium: Kirchenvorstand
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                    • Ich halte die Regelung grundsätzlich für sinnvoll, damit gerade bei kleinen Kirchenvorständen Beschlüsse nicht „am Küchentisch“ gefasst werden können. Allerdings muss unbedingt präzisiert werden, wie bei Pastoren-Ehepaaren zu verfahren ist, die in der selben Gemeinde tätig sind.

                      • Funktion/Gremium: Kirchenvorstand Loxstedt
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