Paragraph 3 Absatz 1

(1) In einer Kirchengemeinde sind mindestens drei Mitglieder des Kirchenvorstandes zu wählen.

4 Kommentare

  1. Nach den Erfahrungen der KV-Wahl 2018 ist mir die Frage, ob es nicht die Möglichkeit geben sollte, Kirchenvorstände „per Akklamation“ o.ä. zu bestimmen.
    Eine Wahl ist ein enormer logistischer Aufwand, der gerade in kleinen Gemeinden nicht gerechtfertigt ist: für z.B. drei zu wählende KVs braucht es 5 Kandidat*innen. Die zu finden ist schon schwierig. Dann diese zur Wahl zu stellen, wenn ein weiteres KV-Mitglied noch berufen werden soll, macht das gesamte Verfahren grenzwertig: drei von den fünf werden gewählt, ein*e weitere*r von den fünf wird berufen, bleibt eine*r der fünf, der*die im Zweifel „hinten runter fällt“. Oder es gibt gleich gar nicht genug Kandidat*innen (wie bei der KV-Wahl 2018) und die vier aufgestellten treten am Ende, gewählt oder berufen in den KV ein – dafür kann man sich das gesamte Verfahren sparen (und den*die letzte*n zu berufen lässt sich nicht wirklich vermeiden, da das ja schließlich diejenigen sind, die sich zur Verfügung gestellt hatten – und es keine weiteren Kandidat*innen gibt).

    Stattdessen:

    Man*frau (d.h. Pfarramt mit aktuellem KV und Gemeindebeirat etc.) sucht je KG drei oder vier Kirchenvorsteher*innen. Diese werden in einer Gemeindeversammlung / Akklamations-Gottesdienst der Gemeinde vorgestellt (meinetwegen mit vorheriger Namentlicher Bekanntgabe und Einspruchsmöglichkeit) und von dieser Gemeinde bestätigt für die Dauer von X Jahren oder bis sie ihr Amt wieder zur Verfügung stellen, dann werden entsprechend neue KVs bestimmt. Im KVBG sind es sechs Jahre, bei diesem Verfahren wären ggf. auch vier oder fünf Jahre denkbar und sinnvoll möglich.

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  2. Wenn es keine Auswahl mehr gibt, weil nur so viele Kandidaten da sind, wie KV-Plätze zu vergeben sind, dh schon vorher klar ist, daß alle, die auf der Liste sind, den KV bilden, und dazu schon vorher abgesprochen wird, wer berufen wird, brauche ich keine Wahl und gehe dann also nicht mehr hin.

    Dann sinnvoller Weise nicht mehr von Wahl reden, sondern in der Tat besser die „Wahl“ mit ihrem ungeheuren Aufwand vergessen und bereitwillige Menschen per Akklamation auf einer gut beworbenen Gemeindeversammlung bestimmen.

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  3. In Sportvereinen ist man, wie ich aus eigener Erfahrung weiß, dankbar, wenn man genug Personen findet, die die ehrenamtlichen Aufgaben übernehmen. Es gibt höchst selten Gegenkandidat/innen. Dennoch wird der Vorstand gewählt. Der Begriff der Wahl sollte aus grundsätzlichen Erwägungen beibehalten werden, auch wenn ich grundsätzlich Markus Wendebourg zustimme.
    Warum sollten also nicht die Kirchenvorstände in einer Gemeindeversammlung gewählt werden, um den Aufwand zu verringern? Dies hielte ich zurzeit für verfrüht und würde es vorziehen, erst einmal eine Online-Wahl zu ermöglichen, mit der man mehr Wähler/innen erreicht. Sollte auch das nicht die erhoffte Verbesserung bringen, könnte man auf den Vorschlag der Gemeindeversammlungswahl zurückkommen.

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  4. Anselm Stuckenberg hat aus der Perspektive kleiner Gemeinden geschrieben und reale Probleme aufgezeigt. Aber es gibt auch große Gemeinden mit mehreren Pfarrämtern. Es ist nicht sehr wahrscheinlich, dass eine solche Gemeinde es bei drei zu Wählenden belassen würde, aber aussschließen kann man das nicht. Aus meiner aktiven Zeit habe ich jedenfalls eine Gemeinde im Auge, wo es so hätte laufen können. Das könnte dann zu einem sehr pastorenlastigen KV führen. Deshalb sollte man eher 3 KVer pro Pfarrstelle festlegen.

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