Umfrageergebnisse

zur Kirchenvorstandswahl

Die Kirchenvorstandswahl 2018

Über 1200 Kirchengemeinden in der hannoverschen Landeskirche wählten am 11. März 2018 ihr neues Leitungsgremium. Wie erlebten die Organisatorinnen und Organisatoren die Wahl? Wo traten Schwierigkeiten auf? Und wie hilfreich war für sie die unterstützende Kampagnenarbeit? Alle Gemeinden und Ämter waren im Rahmen einer großen Online-Umfrage eingeladen, ihre Erfahrungen mitzuteilen.

Die Ergebnisse geben die Meinung derer wider, die sich an der Umfrage beteiligt haben. Die Teilnahme war freiwillig und die Umfrage wurde breit gestreut. So konnten viele Beteiligte ihre Meinung äußern. Die Umfrage ist jedoch nicht repräsentativ. Das bedeutet, dass die Ergebnisse der Umfrage nicht die durchschnittliche Meinung aller an der Organisation der Wahl Beteiligten darstellen. 

Sehr viele Beteiligte haben mitgemacht. Herzlichen Dank dafür! Sie helfen mit, gute Voraussetzungen für die nächste Wahl zu schaffen.

Die Ergebnisse zeigen: Unser bisheriges Wahlverfahren ist organisatorisch und bezüglich der Rechtsvorschriften äußerst aufwendig und sollte vereinfacht werden. Die Suche nach Kandidierenden war für viele Kirchengemeinden ein Kraftakt und es wird zu prüfen sein, ob die Anforderungen an den Wahlaufsatz neu gestaltet werden. Die Materialien sollten beim nächsten Mal besser auf die Gemeinden abgestimmt werden. Eine stärker inhaltliche Ausrichtung der Kampagne wird gewünscht.

Teilnehmende der Umfrage

536 Befragte – ehrenamtlich und beruflich Tätige aus 46 Kirchenkreisen sowie 3 Amtsbereichen im Stadtkirchenverband Hannover,  481 Kirchengemeinden sowie 8 Kirchen(kreis)ämter der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers nahmen an der Umfrage teil (Mehrfachnennung möglich).

Ehrenamtliche

Beruflich Tätige

Pfarramtssekretär*innen

Vors./stellv. Vors. des KVs

KV-Mitglieder

Kirchenmusiker*innen

Mitarbeiter*innen in KiTa oder Hort

Mitglieder des Gemeindebeirats

Mitglieder des Wahlvorstandes

Diakon*innen

Küster*innen

Mitarbeiter*innen in einem Kirchen(kreis)amt

Pastor*innen

Die wichtigsten Ergebnisse der Umfrage

Genutzte Werbemittel

Die Plakate waren die meist genutzten Werbemittel. Besonders beliebte Giveaways waren Bleistifte, Aufkleber, Pfefferminztütchen und Haftnotiz-Blöcke.

%

Plakate

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Bleistifte

%

Aufkleber klein

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individuell bedruckbare Türanhänger

%

Haftnotiz-Blöcke

%

Kinnmasken

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Großflächenbanner

%

Aufkleber groß

%

individuell gestaltbare Plakate

%

Magnete

%

Pfefferminz

%

Buttons (Download)

%

Luftballons

%

genau weiß ich das nicht

Welche grundsätzlichen Veränderungen bei der Kampagne wünschen Sie sich?

Es gab 80 Antworten auf diese Frage. Am häufigsten wurde genannt:

  • Es sollten Personen aus der eigenen Gemeinde auf den Werbemitteln abgebildet werden.
  • Insgesamt sollte mehr Zuschnitt auf die jeweilige Gemeinde möglich gemacht werden.
  • Die Kampagne sollte zeigen: Was leistet Kirche, also stärker inhaltlich argumentieren.
  • Die Wahlbenachrichtigung sollte als solche eindeutig erkennbar sein.

Wie gestaltete sich die Suche nach Kandidierenden in der Kirchengemeinde?

%

sehr leicht

%

Es ging recht gut.

%

Es gestaltete sich schwierig.

%

Es war äußerst schwierig.

%

keine Angaben

Schwierigkeiten bei der Kandidierendensuche:

 

Es gab 238 Angaben zu dieser Frage. Am häufigsten wurde genannt:

  • Potenzielle Kandidat*innen haben abgewunken, weil sie meist schon in anderen Ehrenämtern sind.
  • Der Arbeitsaufwand ist sehr hoch, er steigt durch die Verkleinerung der Anzahl der Mitglieder des KV nochmals an.
  • Berufliche Verpflichtungen werden oftmals als unvereinbar mit KV-Arbeit gesehen.
  • Sinkende Bereitschaft, sich für so lange Zeit zu verpflichten.
  • Der Zeitaufwand für die Arbeit der Kirchenvorstände ist äußerst hoch.
  • Gerne beteiligen sich Gemeindemitglieder an einzelnen Projekten, aber die Verwaltung der Gemeinde ist weniger interessant.

Standen bei Ihnen Kandidierende zur Wahl, die am Wahltag unter 27 Jahre alt waren?

 

%

ja

%

Nein

%

keine Angaben

Standen aus Ihrer Sicht Aufwand und Ergebnis in einem angemessenen Verhältnis?

%

ja

%

weiß ich nicht

%

nein

%

keine Angaben

Worin lagen für Sie die besonderen Herausforderungen und Belastungen bei der Vorbereitung und Durchführung der Kirchenvorstandswahl?

 

Es gab 238 Angaben zu dieser Frage. Am häufigsten wurde genannt:

  • Die Wahl bedeutet einen enormen zeitlichen/personellen Aufwand bei schon im Vorfeld absehbarer geringer Resonanz bei den Gemeindegliedern.
  • Die Kandidierendenfindung ist sehr schwierig.
  • Es sollten mehr Schulungen rechtzeitig für den Wahlvorstand angeboten werden.
  • Fristen einhalten, Abläufe korrekt durchführen mit hohem Druck auf Rechtssicherheit – und das alles neben dem normalen „workload“ – bedeutet für Gemeinden einen sehr hohen Aufwand.
  • Juristische Vorgaben werden als zu aufwendig wahrgenommen; die Pflicht, mehr Kandidierende aufzustellen als gewählt und berufen werden, führt zu großen Problemen.

Welche grundsätzlichen Veränderungen wünschen Sie sich?

 

Es gab 298 Angaben zu dieser Frage. Am häufigsten wurde genannt:

  • Mehr Informationen an ein Team, das sich um die Wahlvorbereitung hätte kümmern können.
  • Verschlankung der Wahl.
  • Klarere Gestaltung der Wahlbenachrichtigung.
  • Grundsätzlich muss über die Art und Weise der Wahl nachgedacht werden (einfacher, unbürokratischer).
  • Die Möglichkeit sollte geschaffen werden, in einer Gemeindeversammlung zu wählen.
  • Wir müssen erkennen, was wir Kirchenvorständen zumuten können.
  • Die Materialien (Werbemittel) sollten von der Preisgestaltung niedriger sein und ggf. sogar kostenlos zur Verfügung gestellt werden.
  • Die Festlegung der Anzahl der Kandidierenden sollte möglichst später erfolgen können.

Download

Die vollständige Auswertung der Umfrage zur Kirchenvorstandswahl finden Sie hier als PDF zum Download.